„Der Bockerer"


von Peter Presus und Ulrich Becher, Fassung: Marcus Strahl



Inhalt:

Mit dem Anschluss Österreichs beginnt das Deutsche Reich, auch das Leben des einfachen Fleischhauers Karl Bockerer durcheinanderzubringen. Sein Sohn ist der Faszination der blank gewichsten Stiefel und schönen Uniformen bereits erlegen. Seine Frau zieht es zu den Aufmärschen der Nazis und sein Tarockpartner Rosenblatt muss Hals über Kopf Wien verlassen. Die Menschlichkeit verschwindet, der Krieg ist unausweichlich.

Doch der Bockerer ist ein Individualist, ein Unangepasster mit scharfem Verstand und bissigem Humor. Schelmisch und gleichzeitig ernst, ruhig und unwahrscheinlich schlagfertig beginnt er den passiven Widerstand gegen das „Tausendjährige Reich“.

„Eine schwejkartige Satire auf sieben Jahre Hitlerei in Österreich.“

Das Bühnenstück von Ulrich Becher und Peter Preses wurde als "tragische Posse" 1948 in Wien uraufgeführt und konnte über den deutschen Sprachraum hinaus große Erfolge feiern. Wirklich bekannt wurde das Stück durch die Verfilmung in den 1980er Jahren unter der Regie von Franz Antel mit Karl Merkatz in der Hauptrolle.
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Für das Theater Frohnleiten bearbeitet von Reinfried Schieszler.